Der N70 weicht in seinen Abmessungen (70 mm breit, 240 mm lang) von der Norm ab, aber die Materialeigenschaften des Backsteins sind exakt dieselben wie bei einem klassischen Vormauerziegel. Das bedeutet, dass die Anforderungen an den Mörtel unverändert bleiben.

  1. Standardprodukte reichen aus 

Du musst keine speziellen oder teureren Produkte vorschreiben. Der Standard-Mauermörtel, Kleber oder Dünnbettmörtel (abgestimmt auf die Saugklasse des jeweiligen Ziegels) funktioniert beim N70 genauso gut wie beispielsweise beim Waalformat. Die Verarbeitung ist identisch.

  1. Die Praxis: Zu nasser Mörtel und „Nachwässern“

Da der N70 schmaler is, hält sich manchmal der Mythos, dass er beim traditionellen Mauern schneller „tanzt“ oder absackt. In der Praxis liegt die Ursache für absackende Ziegel jedoch fast nie am Ziegelformat, sondern an einem zu nassen Mörtel.

  • Die Falle des Nachwässerns: Auf dem Gerüst kommt es regelmäßig vor, dass Mörtel, der nach der Mittagspause etwas angesteift ist, durch Zugabe von Wasser und einer Schaufel Zement wieder verarbeitbar gemacht wird („Nachwässern“). Wenn der Mörtel dadurch zu weich of zu nass gemacht wird, verliert er seine ursprüngliche Tragfähigkeit. Dies führt zum Absacken der Ziegel, egal ob der Fachmann mit einem N70 oder einem Standardziegel arbeitet. Bewahre daher immer die richtige, steife Mörtelkonsistenz.

Fazit

Der N70 erfordert keine anderen Materialien im Mörtelkasten. Er verlangt lediglich das vertraute handwerkliche Können und einen korrekt angemachten Mörtel.

Siehe auch: Wie verarbeite ich Verblender für das beste Ergebnis?