Claustra-Mauerwerk (auch als Filigmauerwerk bekannt) ist eine Technik, bei der Ziegel so platziert werden, dass Öffnungen im Mauerwerk entstehen. Das Ergebnis? Eine Fassade, die atmet und sich durch den Sonnenstand ständig verändert.
Der architektonische Mehrwert
Mit einem Claustra setzen Sie einen einzigartigen Akzent, der Tiefe und Textur verleiht, ohne dass die Fassade massiv wirkt. Es bietet die perfekte Balance zwischen Privatsphäre und Transparenz: Sie schirmen Einblicke ab, lassen aber Tageslicht und natürlicher Belüftung freien Lauf.
Investition und Ausführung
Obwohl Sie weniger Ziegel pro m2 verbrauchen, ist eine Claustra-Wand in der Regel keine günstigere Option. Es ist reine Präzisionsarbeit, die dem Maurer mehr Stunden abverlangt. Zudem erfordert die Stabilität oft zusätzliche Investitionen in Klebemörtel oder Lagerfugenbewehrung.
Technische Aspekte für ein dauerhaftes Ergebnis
- Stabilität: Durch die begrenzte Kontaktfläche ist die konstruktive Festigkeit geringer. Verwenden Sie vorzugsweise Klebebewehrung oder vertikale Verankerung, um Windlasten aufzufangen.
- Wasserführung: Stellen Sie sicher, dass der Hohlraum hinter dem Claustra korrekt abgeschlossen ist, und sorgen Sie für eine gute Entwässerung, um Feuchtigkeitsprobleme in der dahinterliegenden Konstruktion zu vermeiden.
- Kleben statt Mauern: Für maximale Haftung auf der kleinen Fläche empfehlen wir das Verkleben. Dies erhöht die Steifigkeit des offenen Verbands erheblich.
Claustra vor Fenstern: Denken Sie an die Wartung
Eine Claustra-Wand vor einer Fensterpartie ist ästhetisch wunderschön, aber vergessen Sie die Praxis nicht. Wählen Sie immer Fenster, die nach innen öffnen. Sie wären nicht der Erste, der ein prächtiges Projekt abliefert, bei dem das Glas hinterher unmöglich zu putzen ist. Denken Sie also schon beim Entwurf an den Zugang für die Wartung.