Jeju Island ist bei Insidern als das Hawaii Südkoreas bekannt. Die UNESCO hat diese Vulkaninsel im Gelben Meer – mit ihren Kratern, Wasserfällen und Höhlen – nicht umsonst zum Weltnaturerbe erklärt. Diese außergewöhnliche Landschaft zieht Künstler aus aller Welt an. Unter den Dutzenden von Galerien auf der Insel sticht eine besonders hervor: In der Galerie Daisy sammelt Jihoon Jang moderne Kunst. Dafür ließ er eine ikonische Pyramide aus roten Ziegeln von Nelissen Ziegeleien bauen.
Die Spanish Rot Ziegel verleihen der Galerie ein feuriges Aussehen, das sofort ins Auge fällt. Auch die Form des Gebäudes ist bemerkenswert: Jihoon Jang präsentiert seine Meisterwerke in einer unvollendeten Pyramide. „Da die Spitze fehlt, wirkt die Pyramide gestutzt. Wenn man durch das eiserne Eingangstor tritt, hat man das Gefühl, ein Heiligtum oder eine Kultstätte zu betreten. Die Tatsache, dass die Galerie keine Fenster hat, verstärkt dieses Erlebnis“, erklärt er.
„Künstler aus der ganzen Welt wollen ihre Werke in der Galerie Daisy ausstellen“, sagt Jang. „Ich sehe diesen Ort auch als einen Treffpunkt für verschiedene Kulturen und Kunstgenres. Mit diesem Gedanken habe ich die Pyramide erschaffen.“
Natürlicher Look
„Ziegel gehören zu den natürlichsten Materialien“, fährt Jang fort. „Im Sortiment von Nelissen fand ich die Tonziegel mit genau der Optik, die ich mir vorgestellt hatte, als ich das Konzept entwarf. Ihre handgeformten Ziegel sind von hervorragender Qualität und haben eine natürliche Textur.“
Zwar produziert Korea ebenfalls Ziegel, doch für Jang wirken diese weniger exklusiv und markant: „Bei Nelissen hat man eine große Auswahl an Farben. Der Spanish Rot Ziegel hat den orange-roten Farbton, den ich suchte. Für mich symbolisiert er den Schein des Sonnenaufgangs auf Jeju Island. Die beige-grauen Fugen lassen die Galerie in der Landschaft erstrahlen. Damit wird sie zu einem leuchtenden Wahrzeichen, in dem man Kultur erleben kann. Und ich stelle fest, dass die roten Ziegel andere Inselbewohner inspirieren – denn man sieht sie inzwischen immer häufiger.“
Im Grünen
„Das mystische und etwas geheimnisvolle Gebäude hat einen schlichten Look“, bemerkt der Künstler. „Gerade diese Schlichtheit – ohne Schnörkel – lässt die Galerie mit der sie umgebenden Natur harmonieren. Dadurch kommt die Kunst viel besser zur Geltung als mitten in einer hektischen Stadt. Das Pyramidengebäude ist übrigens ein Kunstwerk für sich. Die zehntausenden Ziegel fügen sich zu einem zusammenhängenden Ganzen, ohne durch Details abgelenkt zu werden. Die Schönheit der Galerie als Bauwerk tritt dadurch umso deutlicher hervor.“
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