In Lommel wurde kürzlich ein neuer Sportkomplex eröffnet. Dabei handelt es sich um ein Doppel-Dojo auf dem Gelände des Sportparks De Soeverein. Ziel war es, das ehemalige Dojo – das älteste Gebäude auf dem Areal – zu renovieren und gleichzeitig zu erweitern. Eine Herausforderung, die M10 architecten gerne annahm!
Ein Dojo, was auf Japanisch „der Ort, an dem man den Weg erlernt“ bedeutet (jo = Ort, do = Weg), ist keine gewöhnliche Sporthalle. Es ist ein Raum, der speziell für Kampfsportarten wie Judo, Karate und Aikido konzipiert ist.
Bei der Planung standen mehrere Herausforderungen im Mittelpunkt. Luc Schepers, Architekt ir. bei M10 architecten, erklärt: „Eine wichtige Neuerung ist, dass es sich nun um ein Dojo mit zwei Ebenen handelt. Dies war notwendig, um alle Vereine unterbringen zu können. Damit gingen einige technische Herausforderungen einher. Beide Ebenen verfügen über eine Tatami (eine traditionelle japanische Matte) von 16 x 16 Metern, was eine erhebliche Spannweite erforderte. Daher war eine verstärkte Geschossdecke von rund einem Meter Dicke notwendig.“
„Außerdem mussten wir die Raumhöhe berücksichtigen. Da beispielsweise auch mit Stöcken trainiert wird, ist eine lichte Höhe von 3,6 Metern erforderlich. Gerade auf dieser Grundlage ist es uns gelungen, die interne Organisation so zu gestalten, dass möglichst viel nutzbare Fläche für die Nebenräume geschaffen wurde“, so Luc.
Rasterfassade
Für die Gestaltung der Außenfassade des Doppel-Dojos kristallisierte sich schnell eine klare Idee heraus. „Wir wollten mit einem Ziegel arbeiten, der sich den umliegenden manganfarbenen Fassaden annähert. So entschieden wir uns für den dunklen Ferro-Ziegel von Nelissen Ziegeleien. Im Inneren des Gebäudes wurde derselbe Ziegel an einigen Stellen ebenfalls verwendet. Das sorgt nicht nur für eine ästhetische Einheit, sondern dient auch als eine Art Orientierungspunkt.“
Da es sich äußerlich um ein relativ schlichtes Volumen handelt, wollten die Architekten der Fassade dennoch eine eigene Identität verleihen.
„Wir haben uns dafür entschieden, die Fassade in mehr als 30 Raster zu unterteilen und in jedem Raster einen anderen Mauerwerksverband zu verwenden. So fügt sich die Fassade in das Gesamtbild ein und erhält dennoch einen kleinen ‚Hier-bin-ich‘-Akzent. Aus der Ferne dezent, aus der Nähe prägend“, sagt Luc schmunzelnd.
Iso-Façade
Für die Umsetzung dieses Konzepts griff M10 architecten auf das Iso-Façade-System von Nelissen Ziegeleien zurück. Iso-Façade erwies sich für dieses Projekt als ideale Lösung. „Diese Methode bietet viel gestalterische Freiheit und sorgt gleichzeitig für einen hohen Dämmwert. Die Wahl von Ziegelriemchen verbindet zudem die Nachhaltigkeit und Ästhetik traditioneller Ziegel mit den praktischen Vorteilen einer leichteren und kreativeren Verarbeitung.“
Luc und sein Team sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Es war das erste Mal, dass wir mit Iso-Façade gearbeitet haben, aber es hat uns sehr gefallen. Wir werden es in Zukunft sicherlich wieder einsetzen!“ Dieses Projekt entstand dank der engen Zusammenarbeit zwischen dem Bauteam Driesen NV und M10 architecten. „Die Stadt Lommel war ein angenehmer Bauherr. Es war eine sehr gute Zusammenarbeit, und wir erhielten die nötige Freiheit“, schließt Luc.
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