Project Great Eastern Quays London
© Robert Greshoff
Projektinformationen
Architekt
KSS Group & Feilden Clegg Bradley Studios (FCB)
Standort
London
Baujahr
2020
Verwendete Produkte
Gevel van project Great Eastern Quays London
© Robert Greshoff

Bis vor etwa 40 Jahren waren die Londoner Docks das Tor, durch das der Reichtum des britischen Empire ins Land kam. Nach 1981 verfielen diese Docks – mit ihren prachtvollen Hotels und überdimensionierten Lagerhäusern – jedoch zunehmend. Erst 2013 ließ Boris Johnson (damals Bürgermeister von London) einen Revitalisierungsplan für unter anderem die Great Eastern Quays ausarbeiten. Heute zählen die 1.800 Wohnungen, Gewerbeflächen und Büros von The Royal Albert Wharf zu den Blickfängern. Graham Boyd, Sales Director von Traditional Brick and Stone (TBS) und langjähriger Importeur von Nelissen, erklärt, wie die Verblender zu einer scheinbar widersprüchlichen Optik beitragen.

Great Eastern Quays ist mittlerweile ein Wohngebiet, in dem die Londoner die ruhige Umgebung genießen. Zwischen den Wohngebäuden befinden sich Geschäfte, Pubs, Restaurants und Büros. Sie sorgen für eine lebendige Dynamik entlang des Hafens an der imposanten River Thames.

„Im Masterplan für das neue Viertel haben Bauherr und Architekten einen ausgewogenen Kompromiss gefunden“, erklärt Graham Boyd. „Damit zeigen sie Respekt für das industrielle Erbe und sorgen gleichzeitig für eine attraktive Vielfalt in den Fassaden. Die Form erinnert an die ehemaligen Lagerhäuser, jedoch mit einer modernen Ausstrahlung. Kurz gesagt: Die Bewohner genießen architektonische Vielfalt in einer grünen Umgebung mit Blick aufs Wasser.“

© Robert Greshoff

Geschätzte Handwerkskunst

Das Designteam arbeitete – unterstützt von TBS und Taylor Maxwell – eng mit dem Bauherrn Notting Hill Genesis und dem Hauptauftragnehmer Vistry Partnerships zusammen, um drei verschiedene Verblender auszuwählen:
„Dank der grauen Zola, der dunkelroten Autrique und der graubraunen Moreno erhält jedes Bauvolumen seine eigene Farbe und somit auch eine eigene Identität. Nelissen Ziegeleien hat seinen Ruf weiter gestärkt, indem hochwertige Verblender in verschiedenen Farbtönen geliefert wurden.“

Spezifischer Mauerwerksverband

Die Verblender verleihen den Gebäuden ein innovatives Erscheinungsbild. „Und die einzigartigen Mauerwerksverbände machen den Unterschied“, ergänzt Boyd. „Die ursprünglichen Hafenlager hatten flache Fassaden. Mit der Zola haben wir diese traditionelle Fassade nachgebildet. Die Autrique hingegen wurde auf ungewöhnliche, innovative Weise vermauert – mit Paneelen im Läuferverband, die horizontal und vertikal eingesetzt wurden. Dank der Präzision der Nelissen-Verblender konnte der Auftragnehmer hier ein sehr hohes Niveau im Mauerwerk erreichen.“

Gevel van project Great Eastern Quays London
© Robert Greshoff

Ausgezeichnete Innovation

Die gestapelten Verblender rund um die Fenster bestehen aus leicht zurückversetzten Paneelen. Dadurch entsteht eine Schattenlinie in der Fassade, die dem Gebäude tagsüber ein überraschendes Erscheinungsbild verleiht. All diese innovativen Details schaffen ein besonderes Erlebnis im historischen Kontext.

Das Ergebnis? Dank der handwerklichen Qualität des Mauerwerks gewann das Team von Vistry Partnerships zwei Jahre in Folge die nationale Auszeichnung der National House Building Council: den „Pride in the Job Award“, der die hohe Qualität sowohl der Bauüberwachung als auch der Gesamtfertigstellung unterstreicht.