Verarbeitungsvorschriften

Kontrolle
Kontrollieren und beurteilen Sie bei Anlieferung der Mauerziegel an der Baustelle ob diese den Anforderungen entsprechen. In jeder einzelne Palette finden Sie eine “Leistungserklärung” mit Angabe aller wichtigen Daten des angelieferten Steines. Indem die Lieferung den Anforderungen nicht entspricht, dienen Sie dies unbedingt bevor der Verarbeitung zu melden. Falls die Ware einmal verarbeitet worden ist, so haben Sie die Ware automatisch akzeptiert und für gut befunden.

Lagerung
Stellen Sie die Paletten auf einen trockenen Untergrund, z.B. auf Holzbalken. Schützen Sie die Mauerziegel ständig gegen Regen, aufsteigende Feuchtigkeit, und Spritzwasser.

Verarbeitung
Ein Mauerziegel hat im Grunde genommen 2 Köpfe (kurze Seiten) und zwei Läufer (lange Seiten) die zu verarbeiten sind. Wenn mindestens eine Kopf- und eine Läuferseite keine Mängel haben, ist der Mauerziegel gemäß Bedingungen und kann dieser verarbeitet werden. Der Verarbeiter entscheidet selber, welche Seite als Sichtseite benutzt wird.

Wegen deklarierte Druckstärke, und für ein schöneres Mauerwerk, sollen Sie die Steine immer mit der Mörteltasche (dies ist eine Aussparung an der flachen, besandeten Seite) nach oben verarbeiten. Indem der Stein keine Mörteltasche hat, dann bitte den Stein mit der besandeten Seite nach oben verarbeiten.

Mischen Sie bei der Verarbeitung die Steine aus mehreren Paletten gleichzeitig (mindestens 3 Paletten). Sie sollen die Steine diagonal aus den Paletten entnehmen. Öffnen Sie die nächste Reihe von Paletten erst dann wenn die Vorigen fast ausgehen, und mischen Sie diese untereinander. So bekommen Sie eine kontinuierliche Mischung der Mauerziegel.

Beachten Sie die Feuchtigkeit des Backsteines bei der Verarbeitung. Wenn die Steine entweder zu trocken oder zu naß sind, sind sie schlecht zu verarbeiten und/oder haben eine schlechte Haftung des Mauermörtels zur Folge.

Mauern Sie so, daß der Mörtel keine Flecken auf den Steinen sprühen kann. Solche Flecken können nämlich nur mit Spezialprodukten entfernt werden. Zementreste immer bevor dem verfugen entfernen.

Benutzung beliebiger Säure zur Entfernung von Ausschlägen wird strengstens abgeraten. Für Empfehlungen nehmen Sie zu jeder Zeit Kontakt zum Hersteller auf.

Witterung
Schützen Sie am Ende des Arbeitstages das frische Mauerwerk mit überhängendem Folie (± 50 cm). So verhindern Sie, daß das Mauerwerk gesättigt wird vom Regen. Dieser erhöht nämlich in recht großem Maße das Risiko auf Auslaugungen, Mörtelschleier oder Ausblühungen. Auch nach der Verarbeitung rechtzeitig sorgen für Abfuhr von Regenwasser, damit kein Wasser direkt an die Fassade entlang laufen kann.
Vermeiden Sie Verschmutzung des Mauerwerks. Schützen Sie die unteren Schichten des Mauerwerks gegen Spritzwasser wenn es dazu die Möglichkeit gibt.

Sintered
Bei einzelnen Verblendziegeln kann sich bedingt durch eine speziell für diese Sortierung angewandte Technik im Brennprozess Ausschmelzungen auf der Sichtfläche abzeichnen. Diese können im Zuge des Brennvorgangs ein punktuelles Zusammenbacken der Verblendziegel bewirken, die jedoch vor der Verarbeitung durch einen leichten Schlag wieder getrennt werden können. Die Ausschmelzungen in der Sichtfläche einzelner Verblendziegel sind für diese Sortierung charakteristisch und haben keine qualitätsmindernden Auswirkungen auf das Ziegelmaterial. Bei besonders auffälligen Oberflächenausschmelzungen können sie als Rückseite im Verblendmauerwerk verwendet werden.

KOLORO VERARBEITUNGSVORAUSSETZUNGEN
Die Verblender der KOLORO-Serie sind mit einer Zementbeschichtung ausgestattet.
Aus diesem Grund besitzen die Verblender einige besondere Eigenschaften. Die folgenden Hinweise können für die richtige und erfolgreiche Verwendung im Mauerwerk hilfreich sein:
Auf den handgeformten Ziegel wurde eine aus einer zementbasierten Mischung bestehenden Deckschicht/Beschichtung aufgetragen. Die Tonbasis des Ziegels (Untergrund) kann an einigen Stellen sichtbar sein (an den Kanten) und ist in diesem Fall charakteristisch für das Produkt. So kann der Anwender diese später anwenden oder weglassen.
Die Ziegel haben Vorder- und Rückseiten: Alle Seiten werden so gut wie möglich beschichtet. Auf einer der langen Seiten können Spuren des Förderbands auf der Beschichtung sichtbar sein. Das Mauerwerk kann entweder so erstellt werden, dass die Ziegel zufällig platziert werden, oder so, dass entweder nur die Vorder- oder Rückseiten sichtbar sind. Die Verarbeitungsmethode muss vor dem Vermauern mit dem Architekten oder Bauherrn abgestimmt werden.

Alle Steine, die “zu wenig” Beschichtung auf einer Seite aufweisen, sollten mit der beschichteten Seite nach vorn vermauert werden, um im Nachhinein mögliche Beschwerden zu vermeiden.
Unter feuchten Bedingungen (z.B. während des Vermauerns oder nach Regen) kann sich die Farbe der Beschichtung verändern und/oder verblassen. Nachdem die Verblender wieder getrocknet sind, wird die eigentliche Farbe wieder sichtbar und so wie beschrieben. Darüber hinaus können erst vor kurzem geöffnete Packungen “feuchte Ziegel” enthalten, die noch nicht die eigentliche Farbe haben.
Die gelieferten Verblender können sich leicht von den vorgestellten Beispielverblendern unterscheiden. Verblender sind ein Naturprodukt. So kann es bei der Zementbeschichtung aufgrund des verwendeten Kalks, auf den sie aufgetragen wird, und aufgrund der Wetterbedingungen während des Produktionsprozesses zu leichten Farbunterschieden kommen (jedes Produkt ist einzigartig).
Die Verwendung eines speziellen Mörtels kann notwendig sein. Dies ist dem Datenblatt zu entnehmen, das den Verblendern beigefügt ist.

Der Grund für zementbeschichtete Verblender: nach der Verarbeitung und Verwendung einer speziellen Fuge wird eine beschichtete Fassade sichtbar.
Eine Nachbehandlung mit Zementschleierentferner oder eine Hochdruckreinigung mit Wasser wird nicht empfohlen.